Re: Wie ich für meine drei Kinder spare – Eine Antwort an Klaus
https://www.hodldad21.at/l/wie-ich-fur-meine-drei-kinder-spare/
Lieber Klaus,
dein Text hat mich zum Nachdenken gebracht. Da du auf deinem Blog keine direkte Kommentarfunktion hast, nutze ich die Gelegenheit, dir auf diesem Weg zu antworten. Denn auch wenn unsere Ausgangslagen auf den ersten Blick unterschiedlich sein mögen, im Kern bewegt uns genau dieselbe Frage: Was wollen – und was müssen – wir der nächsten Generation mitgeben?
Du schreibst als Vater von drei Kindern. Ich selbst blicke auf eine etwas andere Familienkonstellation: Ich habe eine erwachsene Tochter und mittlerweile eine Enkeltochter. Beide sind im materiellen Überfluss aufgewachsen und mussten im Leben auf nichts verzichten. Und trotzdem – oder gerade deshalb – unterschreibe ich fast jedes deiner Worte.
Überfluss ist ein Privileg, aber auch eine pädagogische Aufgabe
Dass meine Tochter und meine Enkelin im materiellen Überfluss aufgewachsen sind und auf nichts verzichten mussten, ändert nichts an meiner tiefen Liebe zu ihnen – und schon gar nicht an meiner Verantwortung. Ganz im Gegenteil: Überfluss macht die Erziehung nicht einfacher, sondern anspruchsvoller. Es gibt diesen klugen Satz: „Gib deinen Kindern genug, damit sie alles tun können, aber nicht so viel, dass sie nichts mehr tun müssen.“
Wenn der existentielle Druck wegfällt, muss die Motivation von innen kommen. Für mich war es daher immer eine Herzensangelegenheit, ihnen trotz des Wohlstands den Wert der Dinge und echten Respekt zu vermitteln. Geld darf kein Betäubungsmittel für den Ehrgeiz sein. Für die eigene Familie zu sorgen, bedeutet in meiner Welt eben nicht, sie zu verwöhnen, sondern sie stark zu machen. Auch im Wohlstand müssen junge Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen, eigene Entscheidungen zu treffen und für etwas zu brennen. Wohlstand ist kein Ruhekissen, sondern ein Fundament für absolute Freiheit und Unabhängigkeit.
Die Strategie der harten Assets
Dein Ansatz, auf die klassische „Spardose“ und staatlich durchleuchtete ETFs zu verzichten und stattdessen auf echte, harte Vermögenswerte zu setzen, hat Hand und Fuß.
Physisches Edelmetall und Bitcoin sind eben mehr als nur eine Rendite-Zahl auf einem Bankbildschirm. Sie sind gelebte finanzielle Souveränität.
Wer einmal verstanden hat, was es bedeutet, die eigenen Keys auf einer Hardware Wallet selbst zu verwalten oder ein Stück physisches Gold in der Hand zu halten, der entwickelt ein ganz anderes, tieferes Verständnis für Geld und Privatsphäre.
Deine Idee, die Strategie je nach Alter der Kinder anzupassen – mehr Volatilität und Wachstumschancen durch Bitcoin bei den Jüngeren, mehr Stabilität durch Gold und Silber, je näher die Volljährigkeit rückt –, ist extrem smart. Das zeigt, dass es dir nicht um das schnelle Zocken geht, sondern um einen durchdachten Generationenvertrag.
Das schönste Geschenk: Freiheit
Am Ende treffen wir uns genau an dem Punkt, den du als dein Hauptziel beschreibst: Wir wollen unseren Kindern und Enkelkindern ein Polster mitgeben. Einen Puffer, der sie vor existentieller Not schützt, damit sie ihre Lebensentscheidungen nicht aus reinem finanziellem Zwang heraus treffen müssen.
Sie sollen frei sein, das zu tun, was ihnen Freude bereitet und womit sie der Welt einen echten Mehrwert bieten können. Ob mit drei Kindern oder mit einer Tochter und einer Enkeltochter: Das Fundament, das wir heute aus Gold, Silber und Bitcoin gießen, ist das Sprungbrett für ihre Freiheit von morgen.
Danke für diesen inspirierenden Denkanstoß!
Herzliche Grüße, Balu