Nachtrag, drei Tage später
Ich dachte, ich hätte es geschafft.
Sonos spielte wieder. Die MacBooks waren online. Die Drucker druckten. Die Fernseher streamten. Die Kameras überwachten wieder Dinge, die vermutlich auch ohne Überwachung völlig problemlos funktioniert hätten.
Sogar der Staubsaugerroboter war zurückgekehrt.
Das Haus lebte wieder.
Bis mich am dritten Morgen jemand fragte:
„Warum läuft eigentlich die Bewässerung nicht?“
Welche Bewässerung?
„Die im Olivenhain.“
Natürlich.
Der Olivenhain hat WLAN.
Warum sollte ein Olivenbaum im 21. Jahrhundert schließlich einfach nur Wasser bekommen?
Nein. Wasser muss offenbar per App, Zeitplan, Bodenfeuchtigkeitssensor und Internetverbindung zugeteilt werden.
Ich öffnete die entsprechende App.
Steuergerät offline.
Selbstverständlich.
Also stand ich zehn Minuten später zwischen Olivenbäumen und suchte mit dem iPhone nach einer kleinen grauen Box, deren Existenz mir bis zu diesem Morgen vollkommen unbekannt gewesen war.
Ich fand sie schließlich an einer Mauer.
Eine winzige LED blinkte rot.
Inzwischen kannte ich diese Sprache.
Rot bedeutet:
Du hast das WLAN umbenannt, du Trottel.
Ich verband auch den Olivenhain mit dem neuen Netzwerk.
Die LED wurde grün.
Irgendwo öffnete sich ein Ventil.
Wasser begann zu fließen.
Und damit war nach drei Tagen endlich wieder alles online.
Glaube ich.
Allerdings habe ich gestern hinter dem Weinkeller eine kleine weiße Box entdeckt.
Sie blinkt.
Ich werde sie ignorieren.