Balus Cave

Unverzichtbare iOS-Apps #9: Delphi Tools - der kleine Werkzeugkasten auf meinem iPhone

Es gibt Apps, die können genau eine Sache.

Dann gibt es Apps, die möchten am liebsten gleich mein komplettes digitales Leben übernehmen.

Und irgendwo dazwischen gibt es Delphi Tools.

Ein unabhängiges Indie-Toolkit mit einer ganzen Sammlung kleiner Werkzeuge für Dinge, die man auf dem iPhone immer mal wieder braucht.

Nicht jeden Tag.

Nicht jedes Werkzeug.

Aber irgendwann kommt dieser Moment:

„Wie mache ich das jetzt eigentlich?“

Und erstaunlich oft lautet meine Antwort inzwischen:

Schau mal in Delphi Tools.

Für diesen Quatsch installiere ich jetzt keine eigene App

Das kennt wahrscheinlich jeder.

Man möchte eine Datei umwandeln.

Ein Bild bearbeiten.

Irgendetwas auslesen.

Einen QR-Code erzeugen oder scannen.

Mit Text, Bildern oder Dateien irgendetwas machen, das iOS gerade nicht so erledigt, wie man es gerne hätte.

Natürlich gibt es dafür eine App.

Es gibt für alles eine App.

Das Problem ist nur:

Möchte ich wirklich für jede kleine Aufgabe eine eigene Anwendung installieren?

Eine App öffnen, die ich vor acht Monaten heruntergeladen habe, anschließend feststellen, dass inzwischen ein Abo erforderlich ist, drei Werbefenster wegklicken und dann herausfinden, wo die eine Funktion versteckt wurde, die ich eigentlich brauche?

Eher nicht.

Genau deshalb mag ich Toolkits.

Ein digitaler Werkzeugkasten

Delphi Tools erinnert mich ein bisschen an einen Werkzeugkasten zuhause.

Ich brauche schließlich auch nicht jeden Tag einen Inbusschlüssel.

Deshalb werfe ich ihn aber nicht weg.

Wenn ich ihn brauche, bin ich froh, dass er da ist.

Genauso funktioniert Delphi Tools für mich.

Ich muss nicht sämtliche enthaltenen Werkzeuge regelmäßig benutzen, damit die App ihren Platz auf meinem iPhone verdient.

Entscheidend ist:

Wenn ich eines davon brauche, weiß ich, wo ich suchen muss.

Das allein ist erstaunlich viel wert.

Kleine Werkzeuge sind manchmal die besten Apps

Wir reden bei Apps gern über die großen Dinge.

Künstliche Intelligenz.

Fotobearbeitung.

Produktivität.

Streaming.

Soziale Netzwerke.

Dabei sind es im Alltag erstaunlich oft die kleinen Helfer, die einem Zeit sparen.

Nicht spektakulär.

Kein „Wow“.

Ein Problem taucht auf.

Werkzeug auswählen.

Problem erledigt.

Weiter.

Ich mag Software, die genau so funktioniert.

Und dann ist da noch das Wort „Indie“

Delphi Tools stammt nicht aus einem riesigen Softwarekonzern.

Und das gefällt mir.

Ich habe überhaupt nichts gegen große Entwickler. Auf meinem iPhone laufen schließlich genügend Apps von Apple, Google, Meta und anderen großen Unternehmen.

Aber ich mag die Idee unabhängiger Entwickler.

Da sitzt jemand und baut eine App, weil er eine Idee hat.

Vielleicht weil ihm selbst bestimmte Werkzeuge fehlen.

Vielleicht weil er glaubt, etwas besser lösen zu können.

Und manchmal entstehen dabei Apps, die wesentlich mehr Persönlichkeit besitzen als das nächste Produkt, das erst durch zwölf Meetings, drei Marketingabteilungen und eine PowerPoint-Präsentation musste.

Nicht alles muss ein Abo werden

Es gibt noch einen anderen Trend in der App-Welt, bei dem ich inzwischen gelegentlich die Augen verdrehe.

Abonnements.

Natürlich verstehe ich, dass Entwickler Geld verdienen müssen. Gute Software darf Geld kosten. Und wenn eine App laufende Kosten verursacht oder ständig weiterentwickelt wird, kann ein Abo vollkommen gerechtfertigt sein.

Aber ich brauche nicht für jedes digitale Taschenmesser noch eine weitere monatliche Abbuchung.

2,99€ hier.

4,99€ dort.

Und plötzlich kostet der Homescreen mehr im Monat als früher eine komplette Software-Suite.

Gerade deshalb habe ich eine Schwäche für Indie-Apps, die versuchen, ein vernünftiges Verhältnis zwischen Nutzen und Preis zu finden.

Gute Software darf Geld kosten.

Sie muss mich nur nicht gleich adoptieren.

iOS kann viel - aber eben nicht alles

Apple liefert inzwischen erstaunlich viele kleine Werkzeuge direkt mit.

Und mit jeder iOS-Version kommen neue dazu.

Trotzdem gibt es immer diese Lücken.

Manchmal fehlt eine Funktion komplett.

Manchmal könnte iOS sie theoretisch, aber Apple hat sie an einer Stelle versteckt, an der kein vernünftiger Mensch danach suchen würde.

Und manchmal möchte ich etwas einfach schneller erledigen.

Dann brauche ich keine große Spezialanwendung.

Ich brauche ein Werkzeug.

Genau dafür ist Delphi Tools da.

Eine App, die ich hoffentlich nicht ständig brauche

Das klingt zunächst nach einer ziemlich schlechten Empfehlung.

Aber eigentlich ist es das größte Kompliment, das ich einem Toolkit machen kann.

Ich möchte nicht jeden Tag Dateien konvertieren, Daten analysieren oder irgendwelche technischen Kleinigkeiten erledigen müssen.

Aber wenn dieser Moment kommt, möchte ich nicht erst im App Store auf die Suche gehen.

Ich möchte meinen Werkzeugkasten öffnen.

Und genau diesen Platz hat Delphi Tools auf meinem iPhone bekommen.

Nicht die App für eine einzige große Aufgabe.

Sondern die App für diese vielen kleinen:

„Moment, dafür brauche ich doch irgendwas …“

Doch.

Habe ich schon.

Delphi Tools - unverzichtbar.