Unverzichtbare iOS-Apps - Staffel 2 #3: Foreca - wie wird das Wetter wirklich?
Wie wird das Wetter?
Eine der ältesten Fragen der Menschheit.
Früher schaute man aus dem Fenster.
Heute öffnet man fünf Wetter-Apps und hat anschließend sechs verschiedene Antworten.
Die eine sagt Sonne.
Die nächste Regen.
Die dritte ist sich nicht sicher und zeigt vorsichtshalber beides.
Und wenn man ganz viel Glück hat, regnet es am Ende bei strahlendem Sonnenschein.
Trotzdem gehört eine Wetter-App für mich zu den Anwendungen, auf die ich auf dem iPhone nicht verzichten möchte.
Und meine heißt:
Foreca.
Wetter-Apps haben ein grundsätzliches Problem
Sie zeigen die Zukunft.
Und Zukunft ist bekanntermaßen eine ziemlich unzuverlässige Angelegenheit.
Natürlich basieren Wettervorhersagen auf riesigen Mengen an Messdaten, Modellen und Berechnungen. Trotzdem bleibt eine Prognose eine Prognose.
Deshalb finde ich Diskussionen darüber, welche Wetter-App „immer richtig liegt“, etwas amüsant.
Keine tut das.
Auch Foreca nicht.
Es gibt Tage, an denen ich die App öffne, Regen angekündigt wird und ich aus dem Fenster in einen blauen Himmel schaue.
Oder umgekehrt.
Das ist kein Fehler, der sich mit einem schöneren App-Icon beheben lässt.
Das ist Wetter.
Warum dann ausgerechnet Foreca?
Weil eine Wetter-App für mich mehr können muss, als eine große Sonne und 22 Grad auf den Bildschirm zu malen.
Ich möchte schnell erkennen:
Wie warm wird es?
Wie entwickelt sich die Temperatur über den Tag?
Kommt Regen?
Wann ungefähr?
Wie sieht es in den nächsten Stunden aus?
Und was erwartet mich in den nächsten Tagen?
Foreca bereitet diese Informationen für mich so auf, dass ich sie schnell erfassen kann.
Das klingt selbstverständlich.
Ist es erstaunlicherweise nicht.
Manche Wetter-Apps schaffen es, aus der Frage „Regnet es heute Nachmittag?“ eine kleine wissenschaftliche Forschungsarbeit zu machen.
Ich möchte Details - aber bitte verständlich
Das ist für mich der entscheidende Punkt.
Ich mag Informationen.
Ich möchte durchaus mehr sehen als nur Temperatur und ein Wolkensymbol.
Aber ich möchte nicht Meteorologie studieren müssen, um meine Wetter-App zu verstehen.
Foreca trifft für mich eine angenehme Mitte.
Genug Informationen, wenn ich genauer hinschauen möchte.
Aber trotzdem kann ich die App öffnen, kurz draufschauen und weiß ungefähr, was mich erwartet.
Eine gute App sollte Komplexität nicht verstecken.
Sie sollte sie verständlich machen.
Regen ist nicht gleich Regen
Besonders wichtig finde ich die kurzfristige Niederschlagsentwicklung.
„Heute Regen“ ist nämlich eine ziemlich nutzlose Information.
Regnet es zehn Minuten?
Zwei Stunden?
Morgens?
Abends?
Kommt ein Schauer vorbei oder wird der ganze Tag nass?
Das macht im Alltag einen erheblichen Unterschied.
Gerade wenn ich wissen möchte, wann ich besser unterwegs bin, interessiert mich nicht nur ob Regen kommt, sondern möglichst auch wann.
Und natürlich liege ich trotzdem gelegentlich daneben.
Siehe oben:
Wetter.
Und dann wäre da die Apple Watch
Eine Wetter-App lebt bei mir nicht nur auf dem iPhone.
Gerade auf der Apple Watch gehört Wetter zu den Informationen, die für mich perfekt auf eine Komplikation passen.
Arm heben.
Temperatur beziehungsweise Wetterlage sehen.
Fertig.
Genau für solche Dinge liebe ich die Watch.
Ich möchte nicht jedes Mal das iPhone herausholen, entsperren und eine App öffnen, nur um zu erfahren, ob ich in zwei Stunden mit Regen rechnen muss.
Und ja auch bei Wetter-Apps und ihren Watch-Komplikationen läuft nicht immer alles vollkommen rund.
Manchmal aktualisiert sich etwas später, als ich es gern hätte.
Manchmal fragt man sich, warum gerade dieser Wert angezeigt wird.
Willkommen bei Software.
Dafür bezahlst du Geld?
Ja.
Das ist bei einer Wetter-App durchaus eine berechtigte Frage.
Schließlich liefert Apple selbst eine Wetter-App mit.
Kostenlos.
Und die ist inzwischen wirklich nicht schlecht.
Dazu kommen unzählige weitere Wetter-Apps im App Store.
Warum also für Foreca bezahlen?
Weil ich eine App jeden Tag benutze.
Das verändert für mich die Rechnung.
Bei einer Anwendung, die ich zweimal im Jahr öffne, überlege ich durchaus, ob ich dafür Geld ausgeben möchte.
Bei einer App, auf die ich täglich schaue, darf der Entwickler von mir aus Geld verdienen.
Vorausgesetzt natürlich, die App bietet mir dafür einen Mehrwert.
Foreca tut das für mich.
Apple Wetter reicht doch auch
Für viele Menschen: absolut.
Das möchte ich bei dieser Reihe auch gar nicht anders darstellen.
Wer morgens wissen möchte, ob es warm, kalt, sonnig oder regnerisch wird, braucht wahrscheinlich keine zusätzliche Wetter-App.
Apple Wetter erledigt diesen Job.
Aber darum geht es in dieser Reihe nicht.
Ich suche nicht nach der App, die für alle am besten ist.
Ich schreibe über die Apps, die sich bei mir durchgesetzt haben.
Und bei Wetter ist das Foreca.
Die beste Wetter-App gibt es nicht
Vielleicht ist das sogar mein Fazit nach vielen ausprobierten Wetter-Apps.
Die perfekte gibt es nicht.
Manche haben bessere Karten.
Andere schönere Widgets.
Eine andere gefällt mir bei der Darstellung bestimmter Daten besser.
Und je nachdem, wo man lebt, kann sogar ein anderer Wetterdienst bessere Prognosen liefern.
Deshalb halte ich wenig von absoluten Aussagen wie:
„Das ist die beste Wetter-App.“
Foreca ist nicht die beste Wetter-App der Welt.
Woher sollte ich das auch wissen?
Aber sie ist die Wetter-App, bei der ich irgendwann aufgehört habe, ständig nach einer anderen zu suchen.
Und das ist bei mir wahrscheinlich das größere Kompliment.
Wie wird das Wetter also?
Keine Ahnung.
Aber Foreca hat zumindest eine ziemlich fundierte Vermutung.
Und bevor ich aus dem Fenster schaue, habe ich meistens längst auf mein iPhone oder meine Apple Watch gesehen.
Vielleicht sagt das schon alles.
Foreca - unverzichtbar.
Und in der Toskana?
Eine kleine Ausnahme gibt es bei mir übrigens doch.
Weil ich in der Toskana lebe, verlasse ich mich nicht auf Foreca. Dort benutze ich zwei italienische Wetter-Apps: LaMMA Meteo und eigentlich die wichtigste Meteo Aeronautica, der Wetterdienst der italienischen Luftwaffe.
Gerade LaMMA ist dabei ein schönes Beispiel dafür, warum regionale Wetterdienste manchmal ausgesprochen interessant sein können. Wenn ich wissen möchte, was ganz konkret in der Toskana passiert, schaue ich eben auch bei den Leuten nach, die sich genau mit dieser Region beschäftigen.
Warum bekommen diese Apps dann keine eigene Folge dieser Reihe?
Ganz einfach: Dieser Blog wird überwiegend im deutschsprachigen Raum gelesen.
Es würde den meisten Lesern herzlich wenig bringen, wenn ich ihnen drei spezialisierte italienische Wetter-Apps als unverzichtbare iOS-Apps vorstelle.
Und genau deshalb habe ich für diese Reihe Foreca ausgewählt.
Im Gegenteil: Gerade beim Wetter lohnt es sich manchmal, vor Ort zu schauen, welche Dienste die Menschen dort selbst benutzen und welche regionalen Angebote es gibt.
Foreca ist mein universelles Werkzeug.
Hier in Italien dürfen die Italiener beim Wetter aber ruhig mitreden.
Und wenn die italienische Luftwaffe mir sagt, dass es regnet, nehme ich vielleicht doch einen Schirm mit. 😁