Balus Cave

Unverzichtbare iOS-Apps - Staffel 2 #4: Scanner Pro - Papier rein, PDF raus

Ich mag Papier.

In Büchern.

Vielleicht noch bei einer schönen Postkarte.

Ansonsten darf es gern verschwinden.

Rechnungen, Schreiben, Bescheide, Formulare und all der andere Papierkram haben bei mir deshalb eine ziemlich kurze Lebenserwartung.

Und daran ist Scanner Pro von Readdle nicht ganz unschuldig.

Brief auf den Tisch.

iPhone darüber.

Scannen.

PDF.

Fertig.

So stelle ich mir Digitalisierung vor.

Mein iPhone ist mein Scanner

Natürlich könnte ich mir einen richtigen Dokumentenscanner auf den Schreibtisch stellen.

Deckel auf.

Papier hinein.

Deckel zu.

Scannen.

Nächstes Blatt.

Bei mehreren Seiten wird es dann besonders unterhaltsam.

Oder ich nehme einfach das Gerät, das sowieso neben mir liegt.

Mein iPhone.

Scanner Pro öffnen, Kamera über das Dokument halten und los geht’s.

Die App erkennt die Seite, erfasst sie und macht daraus ein Dokument.

Und plötzlich brauche ich für die meisten Dinge keinen klassischen Scanner mehr.

Schief fotografiert ist noch lange kein Scan

Natürlich könnte ich auch einfach mit der Kamera-App ein Foto von einem Brief machen.

Das Ergebnis wäre dann:

ein Foto von einem Brief.

Vielleicht schief.

Mit Tischkante.

Mit Schatten.

Und wenn ich besonders talentiert war, noch mit meinem eigenen Finger am unteren Bildrand.

Scanner Pro macht daraus etwas, das tatsächlich wie ein gescanntes Dokument aussieht.

Seitenränder erkennen.

Perspektive korrigieren.

Bild aufbereiten.

Mehrere Seiten zusammenfassen.

Genau diese kleinen Schritte machen den Unterschied zwischen:

„Ich habe davon schnell ein Foto gemacht“

und

„Ich habe das Dokument digitalisiert.“

PDF ist meine Antwort auf Papier

Am Ende möchte ich meistens ein PDF.

Nicht fünf einzelne Fotos in meiner Fotomediathek.

Ein Dokument.

Drei Seiten Brief ergeben eine PDF-Datei mit drei Seiten.

Eigentlich selbstverständlich.

Aber genau diese Selbstverständlichkeiten sind der Grund, warum ich Scanner Pro mag.

Die App versucht nicht, aus dem Scannen eines Schreibens ein Projekt zu machen.

Papier hinein.

PDF heraus.

Weiter.

Text erkennen ist manchmal Gold wert

Ein Scan muss für mich außerdem nicht nur schön aussehen.

Ich möchte möglichst auch etwas damit anfangen können.

Texterkennung ist deshalb eine dieser Funktionen, die man vielleicht nicht bei jedem Dokument bewusst wahrnimmt – bis man sie braucht.

Plötzlich ist der Inhalt eines eingescannten Blattes nicht mehr nur ein Bild.

Text kann erkannt werden.

Informationen werden auffindbar.

Und aus einem Stapel digitaler Fotografien entsteht ein Archiv, in dem man tatsächlich arbeiten kann.

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Gerade Behörden lieben Papier

Europa und Digitalisierung.

Ein Thema für einen eigenen Blog.

Oder mehrere.

Natürlich bekomme ich inzwischen vieles digital.

Und trotzdem landen regelmäßig Schreiben und Unterlagen auf Papier bei mir.

Rechnungen.

Behörden.

Verträge.

Formulare.

Irgendjemand findet immer noch einen Grund, etwas auszudrucken und durchs Land zu transportieren.

Kann man machen.

Bei mir endet die Reise dann eben häufig in Scanner Pro.

Damit ist das Papier wenigstens wieder dort, wo ich es haben möchte:

digital.

Und wohin danach?

Das ist für mich ebenfalls wichtig.

Scannen allein reicht nicht.

Das Dokument muss anschließend irgendwo hin.

Vielleicht in meine Dateien.

Vielleicht in eine Cloud.

Vielleicht möchte ich es per Mail verschicken.

Vielleicht brauche ich es direkt für einen Antrag.

Ein guter Scanner endet deshalb für mich nicht beim Fotografieren.

Der Scan muss anschließend möglichst unkompliziert weiterverwendet werden können.

Scanner Pro fügt sich genau in diesen Ablauf ein.

Und damit wird aus dem iPhone tatsächlich ein kleines mobiles Büro.

Aber das kann iOS doch inzwischen selbst

Ja.

Und zwar erstaunlich gut.

Apple hat die Dokumentenscan-Funktion über die Jahre deutlich ausgebaut. Wer gelegentlich einmal einen Brief oder eine Rechnung digitalisieren möchte, braucht Scanner Pro wahrscheinlich überhaupt nicht.

Das muss man ganz klar sagen.

Nur ist „kann das Betriebssystem inzwischen auch“ für mich nicht automatisch dasselbe wie:

„Ich brauche meine bisherige App nicht mehr.“

Scanner Pro ist ein spezialisiertes Werkzeug.

Ich kenne es.

Ich weiß, was es macht.

Ich weiß, wo meine Funktionen sind.

Und wenn ich mehrere Dokumente verarbeiten möchte, greife ich automatisch dazu.

Gewohnheit?

Sicherlich.

Aber gute Werkzeuge erkennt man manchmal genau daran.

Man denkt nicht darüber nach, welches Werkzeug man nehmen soll.

Man nimmt es einfach.

Nicht alles ist perfekt

Natürlich könnte Scanner Pro an manchen Stellen noch einfacher sein.

Wie viele Apps ist es über die Jahre umfangreicher geworden.

Neue Funktionen kommen dazu.

Dienste werden integriert.

Und manchmal wünsche ich mir bei einer App, deren Kernaufgabe so herrlich simpel ist, fast wieder die alte Einfachheit zurück:

Scannen. Speichern. Fertig.

Auch das gehört zu einer langjährigen App-Beziehung.

Mehr Funktionen bedeuten nicht automatisch mehr Nutzen.

Zumindest nicht für mich.

Ein Spezialist darf ein Spezialist bleiben

Trotzdem bevorzuge ich für diese Aufgabe weiterhin eine App, deren eigentlicher Beruf das Scannen ist.

Scanner Pro muss nicht mein Dateimanager sein.

Nicht mein Notizprogramm.

Nicht meine Textverarbeitung.

Es soll aus einem Blatt Papier ein ordentliches digitales Dokument machen.

Und genau das macht es.

Schnell genug, dass ich nicht darüber nachdenken muss.

Zuverlässig genug, dass ich immer wieder darauf zurückgreife.

Papier rein. PDF raus.

Manchmal sind die besten Apps diejenigen, deren Aufgabe man in drei Worten erklären kann.

Bei Scanner Pro brauche ich vier:

Papier rein. PDF raus.

Okay, technisch gesehen kommt das Papier natürlich nicht ins iPhone.

Noch nicht.

Apple arbeitet bestimmt daran.

Bis dahin halte ich eben die Kamera darüber.

Und deshalb ist Scanner Pro seit Jahren eines dieser Werkzeuge, die auf meinem iPhone einfach dazugehören.

Scanner Pro - unverzichtbar.